 |
|
Ehrlich gesagt, ich hatte
nie vor, mit Hunden zu arbeiten. Ich habe mir nicht einmal einen
eigenen Hund gewünscht…
Als meine Frau mit ihrer
Ausbildung begann, habe ich mehr über Hunde erfahren, als ich je
wissen wollte: Abend für Abend wurde mir detailliert und vor Begeisterung
glühend Bericht erstattet. Bei jedem Spaziergang gab es Hunde zu
sehen, Rassen zu erraten und Verhalten zu deuten. Seit dieser Zeit
jogge ich sehr viel entspannter, da ich die Hunde, denen ich begegne,
besser einschätzen kann und auch weiß, was ich meinerseits tun kann
um Schwierigkeiten vorzubeugen.
Dann kam Oskar und ich
war (auf)gefordert, zumindest Trainer dieses Hundes zu sein. Nicht
er musste die Grundkommandos erlernen, sondern ich: Das richtige
Kommando mit dem richtigen Handzeichen im richtigen Moment - loben
- und auflösen! Und - viel schwieriger: Ich musste lernen, Oskar
jederzeit Sicherheit, Führung und Orientierung zu bieten.

Früher dachte ich, Hunde
werden erzogen und diese Erziehung "ruft der Mensch dann ab". Durch
Oskar habe ich gelernt, dass es nicht um Er- sondern um Beziehung
geht. Er ist eine Persönlichkeit, seine Beziehung zu mir ist anders
als die zu meiner Frau, wir haben eigene Spiele, eigene Rituale,
eigene Konflikte. Aber die Verantwortung - für sein Wohlergehen
und auch für sein Wohlverhalten - liegt letztlich bei mir.
Sofern mein Hauptberuf
(ich bin Musiker) es zuließ, habe ich meine Frau bei Ihrer Arbeit
begleitet. Zunächst als Welpenzaunaufsteller und Testperson: Ich
war Jogger, entgegenkommender Hundehalter und Übungsobjekt für Hunde,
die aggressiv gegen Männer waren. Und je mehr ich mich damit befasst
habe, desto mehr hatte ich das Bedürfnis, meine Erfahrungen weiterzugeben.
Und so ist mit "artgerecht & fair" ein "Familienunternehmen" entstanden
- bestehend aus Iris, Oskar und mir.
A
Tickle In The Heart
Aap
Futü
|